Naturheilkunde für Pferde
Tierheilpraktikerin Sabine Sattelberger
Ich bin 1968 in Weinheim geboren und seit meiner frühen Jugend immer in der Nähe eines Pferdestalls zu finden gewesen. Dabei ging es mir nie um sportliche Erfolge, sondern darum, Zeit mit dem schönsten aller Lebewesen zu verbringen. Ich hatte immer langjährige Reitbeteiligungen bis ich mir erst im Jahr 2000 meinen Traum vom eigenen Pferd erfüllte. Bella war eine 9jährige, bildschöne Schwarzwälder-Fuchs-Stute, nicht ganz einfach und ganz schön temperamentvoll. Sie hat mich sehr gefordert und manchmal sogar ein wenig überfordert. Trotzdem habe ich sie heiß und innig geliebt und wir wurden ein gutes Team.

Der Traum währte allerdings nicht lange, denn schon im Sommer 2001 begann Bella zu lahmen. Besorgt wie ich war holte ich einen Tierarzt, der eine beginnende Arthrose im Karpalgelenk diagnostizierte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht das geringste mit naturheilkundlichen Therapiemethoden zu tun gehabt und beherzigte das, was mir der Tierarzt riet, nämlich eine Gelenksinjektion mit Hyauluronsäure. Nach der Gelenksinjektion, die am Stall und leider nicht in einer sterileren Umgebung wie einer Klinik gemacht wurde, schwoll Bellas Karpalgelenk innerhalb von 48 Stunden derart an, dass man meinte, ein Tennisball habe sich unter die Haut geschoben. Der Tierarzt meinte, das sei eine gewöhnliche Reaktion des Schleimbeutels auf die Injektion und nicht weiter schlimm. Es ginge aber auch nicht mehr weg und ich solle darüber hinweg sehen. Da Bella dann auch nicht mehr lahmte, tat ich wie befohlen: ich sah darüber hinweg. Leider begann sie nach ein paar Wochen wieder zu lahmen und mehrere Tierärzte waren am Werk bis Bella im Mai 2002 in die Giessener Klinik kam, wo man mir mitteilte, dass durch die Gelenksinjektion Staphylokokken ins Gelenk geraten wären und man das Tier am besten erlösen sollte. Es folgten noch mehrere Gelenksspülungen in Vollnarkose, die alle erfolgslos waren und im August 2002 mußte ich mich von Bella verabschieden. Ich war derart traumatisiert, dass ich die Reiterei an den Nagel hängen wollte. Vor allem wollte ich nie wieder ein eigenes Pferd, weil ich meinte, bei meinem Pferd völlig versagt zu haben.

Nach einiger Zeit bekam ich über eine Freundin Kontakt zur privaten Akademie für Naturheilkunde (ATM) in Bad Bramstedt und beschloß, dort eine Ausbilung zum Tierheilpraktiker für Pferde zu machen. Mein Ziel war es damals nicht, als Tierheilpraktikerin mein Brot zu verdienen. Ich wollte besser Bescheid wissen, um es das nächste Mal anders und besser zu machen. Damals ritt ich das Pferd einer Freundin, Karim. Karim ist ein Lippizaner-Araber-Mix, der damals etwas zu gut im Futter stand. Im Juni 2004 bekam er eine sehr schlimme Hufrehe. Zunächst versuchten wir es mit der herkömmlichen, schulmedizinischen Therapie, die bei Karim rein gar nichts half. Er autsche von Tag zu Tag mehr und meine Verlustängste waren groß. Und damals griff ich das allererste Mal zu Blutegeln und tat, wie es mir ein Dozent befahl: Blutegel ansetzen, Kräutertherapie dazugeben, entgiften und entsäuern. Als Karim nach nur 3 Tagen schmerzfrei war, wurde mir klar: ich darf mein Wissen auf keinen Fall nur für uns behalten! Und so beschloß ich, doch als Tierheilpraktikerin tätig zu werden. Karim hatte danach noch 2 kleine Reheschübe, die ich beide im Keim erstickte. Heute erfreut er sich bester Gesundheit, ist rank und schlank und fit wie ein Turnschuh!

Ich möchte nicht, dass Sie den Eindruck bekommen, dass ich generell jede schulmedizinische Therapie ablehne. Ich arbeite mit einigen Tierärzten sehr gut und effizient zusammen und Ziel ist es hierbei immer, die für den einzelnen Patienten besten Resultate zu erzielen.

Meine Ausbildung an der ATM Bad Bramstedt begann ich im Februar 2004 und schloß sie im April 2006 mit bestandener Prüfung ab.
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